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Vorstellung Heimatbuch

WASSERMUNGENAU – „Ein Dorf erzählt“ steht als Untertitel auf dem Einband des neu erschienen Heimatbuches „HEIMAT-HÄUSER-MENSCHEN“. Gut 150 Interessierte fanden sich im Gasthaus zur Post ein, und erfuhren bei der offiziellen Buchvorstellung, was dieses imposante Werk beinhaltet und vor allem wie es entstand.

Alt und Jung, (fast) alle Wassermungenauer kamen in die Post, so bunt gestreut das Publikum auch war, so einhellig auch die Meinung: Ein ganz besonderes Werk, eine unglaubliche Energieleistung der Hobbyautoren, allen voran Initiator Friedrich Raab. Dieser hatte eine zwölfköpfige Arbeitsgruppe zusammengestellt, die sich regelmäßig trafen, um ein ebenso vielschichtiges wie informatives Heimatbuch zu erstellen. Das Weihnachtsgeschäft war ernanntes Ziel! Wobei Ende September als fixer Abgabetermin bei der Druckerei stand. So durchkämmten die Schreiberlehrlinge alle möglichen Themen, die der Ort Wassermungenau bereit hielt und auf Verarbeitung wartete. Schnell wurde jedem der Freizeitliteraten klar, über etwas reden ist einfacher, als über etwas zu schreiben. Und ebenso schnell kam jener Abgabetermin immer näher, so wurden die regelmäßigen Treffs in immer kürzeren Zyklen angesetzt. Goethes Erkenntnis (er wird auch in dem Buch erwähnt), „Die Schwierigkeiten wachsen, je näher man dem Ziele kommt“, war plötzlich allgegenwärtig. Auch Landrat Herbert Eckstein bediente sich bei Goethe, Götz von Berlichingen: „Franken ist ein gesegnetes Land“, und „hier wurde zu Papier gebracht, was wir alle Tag für Tag Tun - wir schreiben Geschichte, mit Stolz geben wir diese an alle, die hier leben, mal wegziehen, um zu gegebener Zeit zur Nabelschnur zurückkehren weiter“. Immer wieder wurde der Begriff „Lebenswerk“ genannt. Laut Bürgermeister Werner Bäuerlein, bleibt dieses Zeitdokument ein ganzes Leben lang interessant. „Da haben Menschen mit besonderen Fähigkeiten zusammen gewirkt“, zufrieden stellte er fest: „die Gemeinschaft funktioniert“. Das Wort  „Heimat“ pickte sich Pfarrer Thomas Lorenz vom Buchtitel heraus und merkte an: „Wir sind alle nur auf der Durchreise“. Er, Pfarrer Lorenz ist selbst erst seit wenigen Wochen in Wassermungenau beheimatet und findet das Buch hochinformativ.

Zum Inhalt: Ab der 3000 Jahre alten Vorgeschichte mit Funden aus der Bronzezeit, sind so ziemlich alle Epochen beschrieben. Außerordentlich deutlich, ja akribisch sind die  Recherchen des Hergersbacher Heimatforschers Willi Böhm. Schon um 1600 beginnen seine Nachforschungen, die weit über das geschriebene Wort hinaus informieren, sind doch neben den Lebensverhältnissen auch  die wechselhaften Besitzverhältnisse der Anwesen ausführlich dokumentiert. Entsprechend ist ein Drittel des Buches, mit schwarzweiß Aufnahmen, den Häusern und Menschen  von früher gewidmet. Brauchtum, Vereins- und Dorfleben, Landwirtschaft, Bildung, Musik, Handel und viele, viele Themen mehr sind auf den 336 Seiten zu finden.

Ohne Sponsoren wäre weder die Erstellung des Buches, noch der überaus günstige Verkaufspreis von 20.- Euro möglich gewesen. Ohne die eifrigen und hilfsbereiten Lektoren ebenfalls nicht. Ein paar Kostproben gab es für die Besucher: Aus dem Kapitel Neubürger las Autor Helmut Walter: „Sie kamen 1945 als Flüchtlinge“, eine eindrucksvolle Schilderung zweier Frauen, die sich an ihre Ankunft, als damals fünfjährige Mädchen, in Wassermungenau erinnerten, und insbesondere wie sie damals dort aufgenommen wurden. Giesela Ulsenheimer rief das ebenso tatkräftige wie resolute Wirken von Gemeindeschwester Anni Schöfthaler, genannt „Schwester Anni” ins Gedächtnis. Ihre Kindheitserinnerungen schrieb Ruth Watzl nieder, Larissa Herzog zitierte daraus. Es ist eine unterhaltsame Zeitreise, wenn man in dem Band blättert, vieles wird wieder lebendig, manches bricht auf. Jeder wird es anders aufnehmen und an seine Erlebnisse erinnert, vielleicht nicht immer schön, aber stets wert, auf sie zurückgreifen zu können. Besonders die Mischung macht´s, sowohl textlich als auch die  vielen Fotos in farbig und schwarzweiß. Hier war die umfangreiche und äußerst akkurat geführte Foto- und Postkartensammlung (über 10000 Stück) von Helmut Billing hilfreich, ebenso Hauptlehrer Ludwig Beck, der schon frühzeitig eine Kamera besaß. Ganz im Sinne des Herausgebers, des Heimatvereins Abenberg, werde mit Herzblut die Geschichte unserer Vorfahren  nachhaltig bewahrt, so erster HV-Vorsitzender Jürgen Kuhn. Friedrich Raab fasste zusammen:

Möge unser Buch „Heimat Häuser Menschen” uns erfreuen und gut tun. Denn „Heimat” ist da, wo man sich mag, wo Friede und Eintracht herrschen, wo man sich versteht und die Stärken und Schwächen Heute sind Neubürger und Alteingesessene der Meinung, hier sei es gut zu leben. Wenn das Heimatbuch-Team ein klein wenig dazu beitragen konnte, dass uns unser Dorf in Vergangenheit und Gegenwart neu bewusst wird, freuen wir uns, weil unsere Mühe dann nicht umsonst war. Sind wir dankbar, dass wir in unserem Dorf mit Menschen vieler Nationen und Glaubensrichtungen ein gutes Miteinander haben. Wir alle sind Wassermungenauer und da sind wir daheim. Dem Dank und Schlusswort von Friedrich Raab war nichts hinzuzufügen, außer gemeinsam das Wassermungenauer Heimatlied (Buchrückseite) zu singen. Hierbei setzte Thomas Grillenberger, der mit seinem Team schon musikalisch durch den Abend führte, den Schlusston.

Insgesamt 500 Exemplare wurden bei der Buchdruckerei und Verlag GmbH Emmy Riedel, Gunzenhausen gedruckt. Es wurden 1230 kg Papier und 10,4 kg Farbe verwendet. Würde man alle aufeinander stapeln, wäre der Turm 13 Meter, so hoch wie ein Einfamilienhaus.
Ein Großteil der 500 Exemplare ist schon weg, einige Bände wurden sogar nach England, Österreich und Amerika verschickt.

Erhältlich ist das Heimatbuch: In Wassermungenau bei: Getränkemarkt Herzog, Hauptstraße 15; Familie Raab, Ansbacher Straße 3; Helmut Billing, Am Fischbach 1.
 
Text: Helmut Walter

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