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Abenberger Katholiken feierten am Weißen Sonntag Goldkommunion

Foto: Karlheinz Hiltl
Foto: Karlheinz Hiltl

ABENBERG (hi) - Wie seit Jahrzehnten haben auch heuer katholische Christen in Abenberg am Weißen Sonntag, eine Woche nach Ostern, ihre Goldkommunion mit einem festlich gestalteten Gottesdienst gefeiert. Das Organisations-Team um Evi Pfefferlein, Herbert Schmidt, Rudi Bauer und Ilona Leng hat bewiesen, dass dies auch ohne monatelange Vorbereitung machbar ist, sehr zur Freude von Pfarrer Stefan Brand, dem Zelebranten und Festprediger.
35 Schülerinnen und Schüler der Geburtsjahrgänge 1958/59 waren es einst, denen Pfarrer Willibald Schrötz vor 50 Jahren in der Stadtpfarrkirche St. Jakobus die Erste heilige Kommunion spendete.
Eingeladen zum Mitfeiern waren auch die evangelischen Mitchristen und inzwischen im Bereich der Pfarrgemeinde wohnende Jubilare, in deren ehemaliger Heimatgemeinde keine Goldkommunion gefeiert wird.
Da dies das erste Treffen seit der Schulentlassung überhaupt war, folgten viele, die telefonisch erreichbar waren, der Einladung gerne. Insgesamt waren es 19, die vor dem Gottesdienst zum gemeinsamen Treff mit Sektempfang in den Pfarrgarten kamen. Dort wurden die "Gold-Jubilare" von Pfarrer Stefan Brand und den Ministranten "abgeholt", um über die Schechsengasse gemeinsam in das festlich geschmückte Gotteshaus einzuziehen. Zusammen mit dem Orgelspiel von Organistin Sekunda Geißel ein erhebender Moment für alle Beteiligten, genauso die gesangliche Mitgestaltung durch den Frauenchor "New Spirit" unter der Leitung von Schwester Beate Nieberler.
Nach Eröffnungsgesang und der Offenbarung österlicher Freude nahm Pfarrer Brand in seiner Predigt Bezug auf das heilige Evangelium nach Johannes am zweiten Ostersonntag, auf die Begegnung von Jesus mit Apostel Thomas, den man auch den Ungläubigen und Zweifler nennt.
Im Alltag gebe es viele Ursachen, so der Geistliche, "uns von Gott und vom Glauben wegzuführen". Da sei es wichtig, sein Herz zu öffnen und zuzulassen, "dass der Herr uns den Glauben zurück schenkt".
Während der Fürbitten wurde der vier inzwischen verstorbenen Klassenmitglieder durch das Anzünden von Kerzen gedacht.
Nach dem Gottesdienst kehrten die Kommunionkinder von einst zum Mittagessen und Kaffee trinken im DJK-Sportheim ein. Dort gab es reichlich Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Mehr als ein Drittel der Anwesenden wohnt längst nicht mehr in der Schulsitzgemeinde (u. a. in Burgthann, Altdorf, Georgensgmünd, Mosbach, Dentlein am Forst, Stein). Richard zum Beispiel lebt seit 39 Jahren in der Nähe von Bremen, über 600 Kilometer von Abenberg entfernt. Da gab es viel zu erzählen.

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