Stadt Abenberg

Seitenbereiche

Volltextsuche

Navigation

Weitere Informationen

Optimal orientiert!

Mit dem digitalen Ortsplan der Kommune haben Sie den perfekten Überblick! 

Weiter zum digitalen Ortsplan

Kinder-leicht

Für alle Kinder gibt es die Kinderseite auf unserer Homepage mit interessanten Informationen - seht selbst!

Weiter zur Kinderseite

Seiteninhalt

Kantatengottesdienst "Ein feste Burg" in Wassermungenau

Eine vollbesetzte St. Andreas-Kirche, ein vollbesetzter Chorraum mit hochkarätigem Ensemble: in Wassermungenau erlebten an die 600 Gemeindeglieder und Gäste den Kantatengottesdienst „Ein feste Burg“. Die Kantate von Johann Sebastian Bach wurde dargeboten vom Kammerchor fränkisches Seenland mit Sängerinnen und Instrumentalisten der Kirchengemeinde, dem Kammerorchester Klaus Lieb und dem Ansbacher Trompetenensemble unter Leitung von Stefan Hofmann.
Die besondere Musik brachte die Menschen zusammen, gerufen auch durch eine ungewöhnliche Einladung: Wochen vorher wurden 300 Puzzleteile eines Kunstdruck-Lutherportraits verteilt, die an diesem Abend wieder in die Kirche zurückgebracht werden sollten: „So wollen wir mit Herzen, Mund und Händen ein abschließendes Bild der Feierlichkeiten ‚500 Jahren Reformation’ zusammensetzen“, sagte Pfarrerin Dr. Konstanze Kemnitzer in ihrer Einführung.
Der große Eingangschorus füllte donnernd die Kirche: Fanfarengleich spielten die Trompeten wie von den Zinnen der festen Burg herab. Die Streicher begleiteten mit eilenden Läufen die Frauen- und Männerstimmen. „Der alt böse Feind“ ließ in chromatischen Tonfolgen erschaudern.
Dann betete Pfarrer Tobias Brendel gemeinsam mit der Gemeinde Psalm 46, der dem Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“ zugrunde liegt. Nach der von Claudia Braun (Sopran) und Michael Albert (Bass) einfühlsam vorgetragenen Arie „Alles, was von Gott geboren – Mit unserer Macht ist nichts getan“, wurde die Kernstelle der reformatorischen Entdeckung aus dem Römerbrief des Apostel Paulus verlesen. Dann folgten das mahnende Bass-Recitativ „Erwäge doch, Kind Gottes“ und die berührende Sopran-Arie „Komm in mein Herzenshaus“. Thomas Grillenberger an der Truhenorgel und der Oboist Dieter Semmlinger begleiteten die Solisten intensiv.
In der Predigt ließ Pfarrerin Kemnitzer das Reformationsjubiläumsjahr in einzelnen Höhepunkten Revue passieren: Von der Herausgabe der revidierten Lutherbibel, die auch in der St. Andreaskirche als neue Altarbibel aufliegt, bis zur Bildungsreihe „Fünf Tischreden zur Heiligen Schrift“, der eigenen CD-Produktion „Fünf Früchte der Freiheit. Wassermungenau feiert 500 Jahre Reformation“, dem „ökumenischen Kinderbibeltag“, dem „Kinder-Orgelerlebnis mit Lutherliedern“, dem „Luther-Musical“ des Kinder- und Jugendchores mit generationenverbindendem Kinderreformationsfest, „Luthers Briefseelsorge“, „Luther-Liedern zum Mitsingen“, „Luther-Jazz mit Auszügen aus den Hauptschriften des Reformators“ und einem „Abend zu den weiteren Reformatoren“. „Wie setzen wir nun all diese Erlebnisse für uns zusammen?“ fragte Pfarrerin Kemnitzer und zeigte auf die Puzzle-Aktion der Konfirmandinnen im Kantatengottesdienst. Tatsächlich waren fast alle 300 Puzzleteile von den Gemeindegliedern in die Kirche getragen worden, aber einige Fleckchen im Puzzle blieben doch frei. Pfarrerin Kemnitzer erklärte dies zum sprechenden Bild: „Die gemeinsame Freude am Reformationsjubiläum in ökumenischer Verbundenheit war groß und zugleicht ist es gut, wenn am Ende dieses besonderen Jahres auch noch einiges offenbleibt. Das ermutigt dazu, dass wir uns immer wieder mit Luther und der Reformation beschäftigen, und vor allem, dass wir auch weiter nach der heute notwendigen Reformation fragen.“ Psalm 46 deute bis zum Ziel aller Zeit und ermutige: „Gott wird nicht ewig schweigen zu Leid und Not, Gewalt und Terror auf der Welt. Und wer gelernt hat hinzuhören, der vernimmt auch heute schon im eigenen Herzen seine Stimme: Meide das Böse in jeder Gestalt, reformiere Du, wo es nottut!“
Da hob der Chor unisono an und sang im brausenden Klang des Orchesters: „Und wenn die Welt voll Teufel wär’“. Nach dem Fürbittgebet von Pfarrer Brendel ermutigte das Tenor-Recitativ „So stehe dann bei Christi blutgefärbter Fahne“, vertieft durch das Duett von Reiner Geißdörfer (Tenor) und Karin Steer (Alt) „Wie selig sind doch die, die Gott im Munde tragen.“ Nach dem gemeinsamen Segen erklang vom Chor: „Das Wort sie sollen lassen stahn.“ Im Anschluss dankte Pfarrerin Kemnitzer herzlich allen Mitwirkenden. Nach schallendem Applaus schmetterten alle Musicis gemeinsam mit den Besuchern final noch einmal den Choral „Ein feste Burg“. Dass die Bachkantate in Wassermungenau aufgeführt werden konnte, war auch durch Sponsoren möglich geworden. Diesen dankt die Kirchengemeinde ausdrücklich: Landratsamt Roth, Stadt Abenberg, Landeskirchenamt München,  sowie die Unternehmen aus dem Stadtbereich Abenberg
Uwe Egert, Bauer & Endner, Förderverein Schloss Dürrenmungenau, Rechtsanwalt Körner, Rechtsanwältin Köster, Schreinerei Kuhn, Distler Sanitär-Heizung, Hair-Power.

Optimal orientiert!

Mit dem digitalen Ortsplan der Kommune haben Sie den perfekten Überblick! 

Weiter zum digitalen Ortsplan

Kinder-leicht

Für alle Kinder gibt es die Kinderseite auf unserer Homepage mit interessanten Informationen - seht selbst!

Weiter zur Kinderseite