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Kirchweihbaum-Aufstellen wurde zum Spektakel

Foto: Karlheinz Hiltl
Noch steht den Kärwaboum die pure Lust am Leben ins Gesicht geschrieben. Eine halbe Stunde dann der Schreck,  als die Baumspitze abbrach. Doch die Männer der Freiwilligen Feuerwehr beseitigten die drohende Gefahr mit professioneller Gelassenheit.
Foto: Karlheinz Hiltl
Noch steht den Kärwaboum die pure Lust am Leben ins Gesicht geschrieben. Eine halbe Stunde dann der Schreck, als die Baumspitze abbrach. Doch die Männer der Freiwilligen Feuerwehr beseitigten die drohende Gefahr mit professioneller Gelassenheit.

Spitze brach ab - Bevor Angst aufkam, beseitigte Feuerwehr die Gefahr
"Kärwabämm"-Tradition in Abenberg vor 45 Jahren wiederbelebt

ABENBERG (hi) - Das hat es in der 45-jährigen Geschichte seit der Wiederbelebung des Brauchtums "Kärwabämm aufstellen" in Abenberg auch noch nicht gegeben: Kurz vor dem wohl letzten "Hau-Ruck" durch "Kärwabou"-Kommandant Markus Hofmann ein leises Knarzen, kurz darauf die eilige Meldung eines der zahlreich anwesenden Zuschauer: "Die Spitze ist abgebrochen!"
Der Schreck saß tief. Vor allem bei den "Kärwaboum", die sich mit den Schwalben zum Baum aufstellen darunter im Gefahrenbereich befanden. Das über zwei Meter lange Teil hätte ja jeden Moment aus rund 23 Metern Höhe herabfallen können.
Aber die Ratlosigkeit dauerte nur kurz. Zufällig war Stützpunkt-Kommandant Jens Meyer von der FFW Stadt Abenberg unter den Zuschauern. Meyer "schnappte" sich zwei seiner ebenfalls anwesenden Feuerwehrkameraden, rückte kurz darauf mit dem Hubrettungsfahrzeug DLK 23/12 an, einer Drehleiter mit Rettungskorb, und Nullkommanix war das "Corpus Delicti" und damit die Gefahr beseitigt.
Dabei hatte für die 49 Abenberger Kärwaboum "die fünfte Jahreszeit" am Mittwoch so harmonisch und unspektakulär begonnen: Zeltaufbau, Atmosphäre steigernder Holzhütten-Einbau im DJK-Sportheim, dem eigentlichen Zentrum der sechs Tage dauernden "Kärwa"-Tradition, Schwalben und Kranz binden, halt mit allem, was dazu gehört.
Dass die rot-weiße Bänderzier (Frankenfarbe) in der Nacht vom Donnerstag auf Freitag "Zuwachs" bekam, merkten die "Kärwaboum" erst am Samstag. Sieben Mädels hatten zahlreiche pinkfarbene Schleifchen heimlich am Kranz festgebunden, damit machten sie auf die Existenz ihrer holden Weiblichkeit aufmerksam. Ein sanfter Protest, weil sie sich an der Pflege des "Kärwabämm"-Brauchtums auch gerne beteiligt hätten.
Als das Gros der "Kärwaboum" freitags beim "Karre" in der "Frischen Quelle" zum Frühschoppen saß, mussten die "Neulinge" von diesem und vom letzten Jahr auf dem DJK-Sportgelände das Loch für den "Kärwabämm" ausbuddeln, mit Schaufel und in Handarbeit versteht sich.

Plattenparty zur Einstimmung
Abends dann ein erstes gesellschaftliches Highlight mit Musik und Tanz im proppenvollen Sportheim. DJ Flopmann lud zur Plattenparty, eine "aufwärmende Einstimmung" für die kommenden Tage.
Am Samstag wollte sich das Wetter nur langsam der frohen Laune der "Kärwaboum" anpassen. Diese waren trotz Nieselregen mit Langholzfuhrwerk und Musikbegleitung auf dem "Kärwa-Wog’n" aufgebrochen, im  "Abenberger Wald" bei den "Drei Brüdern" das Objekt ihrer Begierde, den "Kärwabämm", zu fällen. Unterwegs zurück erfüllten sie artig ihre diversen und durchaus erwünschten "Tankstopp-Verpflichtungen", wagten zu Fuß einen ersten Abstecher in die Altstadt, wo der eigentliche Kirchweih-Betrieb mit Schiffschaukel, Kinder-Fahrgeschäften, Bungee-Jumping, Glücks-, "Fress-" und anderen Buden Fahrt aufnahm. 
Nach der unfreiwilligen Unterbrechung des "Kärwabämm"-Aufstellens (siehe oben) folgte das erlösende "O Tannenbaum", intoniert von einer Bläsergruppe der DJK-Blasmusik. Endlich stand er da, der Baum, wo er hingehörte, nur etwas kürzer als sonst. Kräftiger Applaus des Publikums honorierte das Spektakel mit dankenswert glücklichem Ausgang.

Musik für Jung und Alt beim Kärwatanz mit der Band "Alpenfetzer"
Abends beim "Kärwatanz" begeisterte das Trio "Alpenfetzer" jede Altersgruppe mit moderner Volksmusik und Partykrachern. Für Abwechslung bot eine Tombola mit unzähligen Preisen.
Zum Wermutstropfen für die Feierlaune wurden am Sonntag die Fußballspiele der ersten und zweiten Mannschaft der DJK gegen den SV Barthelmesaurach. Beide gingen verloren (0:1 bzw. 1:2). Vielleicht war die Vorbereitung der mitspielenden "Kärwaboum" dann doch nicht so geeignet für sportliche Höchstleistungen?!

"Friedel" Jörg Friedrich nach 14 Jahren "Oberkärwabou" verabschiedet
"Weißwurscht"-Frühschoppen am "Kärwa-Mondooch", ein Feiertag in Abenberg in allen Gaststätten. So auch im DJK-Sportheim. "Vuglwild", diesmal als Duo, sorgte für Stimmung. "Dääätschi" de Cecco erwies sich bei der Versteigerung von "Kärwabämm", Kärwabämm-Scheib’m", "Kärwaboum-Diesch" und dem "Kärwa"-Betz, der seit ein paar Jahren ein größeres Spanferkel ist, als Vollblut-Auktionator. Ab heuer neu im Amt: Die "Oberkärwaboum" Christoph Ehard und Andreas Höfling. Zusammen mit Marius Prieß, der schon ein Jahr "auf dem Buckel" hat, verabschiedeten sie "Friedel" Jörg Friedrich, der dieses Amt vierzehn Jahre begleitete und 20 Jahre Mitglied war, mit Erinnerungsgeschenken und großem Applaus.
Zur Attraktion wurde die Versteigerung der abgebrochenen "Kärwabämm"-Spitze als Christbaum. Den Zuschlag erhielt Kommandant Markus Hofmann für 170 Euro, die er aus Dank für die schnelle Hilfe bei dem "Kärwabämm"-Malheur der Freiwilligen Feuerwehr spenden wollte. "Das hat die Feuerwehr doch gerne gemacht", sagte Bettina Weigand, die Vorsitzende des Feuerwehrvereins spontan und reichte das Geld kurzerhand an die "Kärwaboum" weiter.

Kirchenweihe im Jahr 1070 Ausgangspunkt für heutiges "Kärwa"-Treiben
Am späten Nachmittag machten sich die "Kärwa-Boum" zu Fuß auf den Weg durch das Kirchweih-Geschehen auf Marktplatz und Stillaplatz, vorbei an der Stadtpfarrkirche  Sankt Jakobus, deren Weihe im Jahr 1070 der eigentliche Grund für die freudige Ausgelassenheit an den Kirchweihtagen heutzutage ist. Darauf wies Pfarrer Stefan Brand in seiner Predigt beim Sonntagsgottesdienst hin. Beim 950-jährigen Weihejubiläum im nächsten Jahr  wird dieser Anlass eine größere, öffentlichkeitswirksamere  Bedeutung erfahren.
Nach dem Abendessen im Landhaus Kaiser machten sich die "Kärwaboum" von der Windsbacher Straße auf  zu einem schönen "Kärwa"-Ausklang in der DJK-Sportgaststätte am andere Ortsende mit Stimmungsmusik von DJ Flopmann & Gogo’s. Dort hatten Maria und Jorgo Kampourakis, die Wirtsleute und ihr Team sechs Tage lang Großartiges geleistet.

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