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Stadt Abenberg (Druckversion)

Abenberg aktuell

"China-Ausstellung" als Dankeschön und für 25jährige Freundschaft

Foto: Karlheinz Hiltl
Xiao übersetzt die Schriftzeichen auf einem Freundschaftstuch, das Sabine und Hubert Weigand während ihrer Rundreise in China von ihrer Gastfamilie erhalten haben. Mit auf dem Foto sind Bürgermeister Werner Bäuerlein (rechts) und Förderverein-Mitglied Heiner Schneider (links).
Foto: Karlheinz Hiltl
Xiao übersetzt die Schriftzeichen auf einem Freundschaftstuch, das Sabine und Hubert Weigand während ihrer Rundreise in China von ihrer Gastfamilie erhalten haben. Mit auf dem Foto sind Bürgermeister Werner Bäuerlein (rechts) und Förderverein-Mitglied Heiner Schneider (links).

ABENBERG (hi) - Eigentlich war die "China-Ausstellung", die am 30. Dezember im Atelier im Giebelhaus in Abenberg stattfand, von Künstlerin Sabine Weigand als Überraschung und kleines Dankeschön gedacht. Sozusagen als Gegengeschenk für eine außergewöhnliche Reise durch das Land der Mitte im Oktober vorigen Jahres, die dank ihrer chinesischen Freundin Xiao und deren Familie "super schön" war. Begleitet hat sie Ehemann Hubert.
Doch dann entschloss sich die Künstlerin kurzfristig, auch Angehörige, Freunde, darunter Abenbergs 1. Bürgermeister Werner Bäuerlein, und den Deutsch-Chinesischen-Förderverein e. V. aus der Kreisstadt Roth einzuladen, dem sie seit einem Jahr als Mitglied angehört. Der noch relativ junge Verein kam mit einer Abordnung von zehn Personen: Dazu gehörten unter anderem 1. Vorsitzender Stefan Voigt mit Gattin und Roths 2. Bürgermeister Hans Raithel mit Gattin.
Die 40 Anwesenden waren begeistert, und mit ihnen Xiao und ihre beiden Söhne. Von der Gastfreundschaft genauso wie von dem, was sie sahen: Farbenfrohe Bilder in unterschiedlichen Größen, angefertigt mit verschiedenen Materialien und Techniken. Als Acryl- oder Ölgemälde, Aquarell oder in Mixed Media. Genug Gesprächsstoff für die nächsten 90 Minuten.
Während andere fleißig fotografieren, malte Sabine auf der dreiwöchigen Exkursion ihre Eindrücke  akribisch in ein Tagebuch. Bei der Ausstellung konnte ein Teil der Bilder auf den 15 gezeigten Werken neu entdeckt werden. Emotionsbeladen stellte sie die Künstlerin einzeln vor. Zu sehen waren Peking, die verbotene Stadt, mit dem Jangtse der drittlängste Fluss dieser Erde, oder, auf großer Leinwand, die Chinesische Mauer und die Städte Shanghai und Hangzhou.
Gegenüber fiel einem die Lotusblüte ins Auge, eine Impression vom Wassertheaterspiel auf dem West Lake. Überhaupt bot die Fahrt durch Reis- und Teeplantagen mit Wanderungen oder der Blick auf die Terrakotta-Armee von Kaiser Qin Shi Huang Di einen unerschöpflichen Reichtum an Motiv-Ideen.
Xiao, beruflich in der traditionellen chinesischen Medizin tätig und in der zirka 200 Kilometer südlich von Shanghai gelegenen 9-Millionen-Stadt Hangzhou wohnhaft, hatte 20 Jahre lang ihren Lebensmittelpunkt in Mittelfranken. Als Sabine Weigand erfuhr, dass ihre Freundin Xiao an Weihnachten ihre beiden in Deutschland lebenden Söhne besucht, war eine Einladung nur noch Formsache. Der ältere der Beiden wohnt nämlich in Schwabach.
Noch im Januar werden es 26 Jahre, dass sich die deutsche Sabine Weigand und die Chinesin Xiao kennengelernt haben. Beide wurden am selben Tag in der Kreisklinik Roth von einem Sohn entbunden. Sabine von Simon, ihrem Zweitgeborenen, Xiao von Dongjing, ihrem ersten Kind. Der Aufenthalt der zwei glücklichen Mütter im selben Wochenbett-Zimmer war zugleich der Beginn einer innigen und unerschütterlichen Freundschaft..
Dass nach der Wiedersehensfreude eine zweite, diesmal längerfristig geplante und voraussichtlich erweiterte  "China-Ausstellung" folgen wird, ist nach dem großen Echo der Ausstellungsbesucher/innen wahrscheinlich. Zuvor aber wird Künstlerin Sabine Weigand unter dem Titel "Element Farbe" im Hansa-Haus in München, Brienner Str. 39, 80333 München eine Einzel-Ausstellung durchführen. Am 10.01.2019, 18 Uhr, ist Eröffnung. Sie dauert bis 15.03. Weitere Infos hierüber im Internet unter www.sabine-weigand.de.

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