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Ein guter Schritt in die richtige Richtung

Foto: Karlheinz Hiltl

Erinnerungsfoto am Erinnerungs-Denkmal (von links): Pfarrer Stefan Brand, Pfarrer Tobias Brendel, Bürgermeister Werner Bäuerlein, Künstler Hans Kuhn, Vorstandsvorsitzender Werner Heindl, Baudirektor und Stellvertreter des Behördenleiters Wolfgang Zilker. Rechts vom Stein Vorstandsmitglieder und Stellvertreter der Teilnehmergemeinschaft Abenberg (von links): Josef Höfling, Inge Bayer, Thomas Arnold, Werner Nißlein (Pflanzmeister), Marianne Schübel, Georg Bernreuther, Franz Hofmann (Wegbaumeister), Adolf Schmidt (örtlich Beauftragter), Gerald Meyer und Helmut Kuhn.
Foto: Karlheinz Hiltl

Erinnerungsfoto am Erinnerungs-Denkmal (von links): Pfarrer Stefan Brand, Pfarrer Tobias Brendel, Bürgermeister Werner Bäuerlein, Künstler Hans Kuhn, Vorstandsvorsitzender Werner Heindl, Baudirektor und Stellvertreter des Behördenleiters Wolfgang Zilker. Rechts vom Stein Vorstandsmitglieder und Stellvertreter der Teilnehmergemeinschaft Abenberg (von links): Josef Höfling, Inge Bayer, Thomas Arnold, Werner Nißlein (Pflanzmeister), Marianne Schübel, Georg Bernreuther, Franz Hofmann (Wegbaumeister), Adolf Schmidt (örtlich Beauftragter), Gerald Meyer und Helmut Kuhn.

ABENBERG (hi) - Mit einer Abschlussfeier in der Ausstellungshalle des örtlichen Kleintierzuchtvereins vor kurzem endete das 2005 angeordnete Flurneuordnungs­verfahren der Teilnehmergemeinschaft Abenberg, das siebte und damit vorletzte der gleichzeitig laufenden Verfahren in der Großgemeinde. Vorausgegangen waren eine ökumenische Andacht und die Weihe eines neuen Denkmals, zu dem sich der Vorstand als Erinnerung kurzfristig entschlossen hatte.

Nach der Neuverteilung der Grundstücke im 366 Hektar großen Verfahrensgebiet halbierte sich die Anzahl der Besitzstücke. Zirka 2100 Grenzsteine wurden für das abmarken und vermessen der neuen Grundstücksgrenzen sowie für das Wege- und Gewässernetz gesetzt.  Bestehende Biotope und Strukturen wurden erhalten und zusätzlich 8,7 Hektar Landschaftspflege- und ökologische Ausgleichsflächen zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen ausgewiesen, die auch gestaltet wurden. Bei den gemeinsamen Aktionen wurden 90 Bäume und 968 Sträucher gepflanzt.  
Gekostet hat die Flurneuordnung bisher 1,385 Millionen Euro, wofür 1,123 Millionen Zuschüsse von Bund, Land und der Europäischen Union flossen. Die Stadt Abenberg ist mit 78.000 Euro beteiligt, die Eigenleistung der Teilnehmergemeinschaft beträgt 184.000 Euro. Zur Finanzierung der Eigenleistung erbrachten die Teilnehmer Hand- und Spanndienste.
 
Gemeinsam mit der DJK-Blasmusik waren die am Verfahren Beteiligten, Behördenvertreter, Sachverständige und Grundstückseigentümer einschließlich der Mitglieder der Vorstandschaft, über den Hirtenweg hinausgezogen in das Trudenespan, dem Standort des Denkmals. Nach einführenden Worten durch Vorstandsvorsitzenden Werner Heindl vom Amt für Ländliche Entwicklung erläuterte der Abenberger Künstler Hans Kuhn, wie er versuchte, die behördlichen Vorgaben mit den vorgegebenen Formen auf dem Granitstein aus Flossenbürg umzusetzen. Für das gelungene Kunstwerk gab es viel Lob.


Ökumenische Andacht und Einweihung des Erinnerungs-Denkmals

Mit dem Lied "Erde singe" begann die ökumenische Andacht mit Pfarrer Stefan Brand und Pfarrer Tobias Brendel. Pfarrer Brand stellte die Verbindung her zu Kapitel 8 im 5. Buch Mose, Deuteronomium, und der nun abgeschlossenen Flurneuordnung.
Wenn etwas gelungen sei, laufe man schnell Gefahr zu vergessen, dass man und wem man zu danken habe. Das, was heute in der Flurneuordnung gelungen sei, "sollten wir nicht nur als ein Menschenwerk anerkennen, sondern auch das Gelingen Gottes" mit hinzurechnen. "Und wenn diese Felder Früchte tragen, sollten wir das auch als großzügige Gabe Gottes sehen". Weiter riet Pfarrer Brendel den Anwesenden: "All das, was wir hier haben, sollten wir nicht als unser Eigentum betrachten, sondern als Gabe Gottes", mit der er eine Aufgabe verbinde. Außerdem sei es Gottes Wille zu teilen, wenn wir mehr haben als wir brauchen.
Gemeinsam segneten die Geistlichen Fluren und Felder und weihten das Kunstwerk als Erinnerungs-Denkmal an die durchgeführte Flurneuordnung.


Bürgermeister Werner Bäuerlein hatte viel Anlass zu danken

Zurück in der Halle der Kleintierzüchter freute sich Bürgermeister Werner Bäuerlein, unter anderem Landrat Herbert Eckstein trotz seines vollen Terminkalenders begrüßen zu können. Dann den Stellvertreter von Behördenleiter Jörg, Baudirektor Wolfgang Zilker, Vorstandsvorsitzenden Werner Heindl und die Herren Dommel und Schallenmüller vom Amt für Ländliche Entwicklung, die landwirtschaftlichen Sachverständigen Robert Auernhammer (Oberhochstatt), Hermann Fitzinger (Ettenstatt) und Friedrich Zäh (Wassertrüdingen), den örtlichen Beauftragten Adolf Schmidt mit Vorstandsmitgliedern, Künstler Hans Kuhn, Mitglieder Stadtrates, 2. Bürgermeister Hans Zeiner, 3. Bürgermeister Anton Friedrich. Seinem Mitarbeiter Friedrich Siemandel dankte Bäuerlein für die Unterstützung während des Verfahrens.   
Eingehend auf das Ergebnis der Flurneuordnung sagte das Stadtoberhaupt, dass es sich sehen lassen könne und dass ihn das gemeinsam Erreichte mit Zufriedenheit und Stolz erfülle. Vieles wäre nicht möglich geworden, wenn nicht im Laufe der Jahre so viele Mitbürgerinnen und Mitbürger sich aktiv am Entwicklungsprozess beteiligt und die Planungen bzw. Ausführungen maßgeblich begleitet und mitgestaltet hätten.
Besonders bedankte sich Bäuerlein bei allen Mitarbeitern des Amtes für Ländliche Entwicklung in Ansbach, die der Teilnehmergemeinschaft immer unterstützend, engagiert mit Rat und Tat zur Seite gestanden hätten, insbesondere die Vorsitzenden Herbert Gastl, Günther Heindl und am Ende des Verfahrens Werner Heindl. Rainer Wiedmann dankte er für die immer positive Begleitung und Unterstützung.
Durch den Ausbau von Wirtschaftswegen sei die Erschließung der Feldflur und durch eine sinnvolle Bodenordnung die Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen erheblich verbessert worden.


Vorstandsvorsitzender Werner Heindl blickt zurück

Als Bauoberrat Werner Heindl ans Mikrofon trat, der Vorsitzende der Teilnehmer­gemeinschaft Abenberg seit fünf Jahren, gab er zu, dass ihn wohl noch nicht alle kennen würden. Das liege daran, dass viele nach der Neuverteilung der Grundstücke im Jahr 2011 das Verfahren als abgeschlossen betrachtet hätten. Tatsächlich jedoch sei die anschließende Regelung der Rechtsverhältnisse für ihn und seinen Kollegen Schallenmüller noch ein großes Stück Arbeit gewesen. Erst zum 1.4.2017 habe das Verfahren Abenberg rechtlich seinen Abschluss gefunden. Finanziell werde es erst nach Überprüfung aller Unterlagen als abgeschlossenen betrachtet werden können.
Heindl bezeichnete die Abschlussfeier einen geeigneten Anlass, allen Dank zu sagen, die zum Gelingen des Verfahrens ihren Beitrag geleistet haben, angefangen bei den Teilnehmern für die zirka 8100 Hand- und Spanndienststunden. Der Bogen spannte sich über die Planer, Behörden, die Mitarbeiter des Verbandes und des Amtes für Ländliche Entwicklung, die mit ihrem Einsatz und letztere auch durch die Bereitstellung der finanziellen Mittel, die zeitgerechte Umsetzung der Planungen garantiert hätten, bis hin zur Stadt Abenberg, deren Stadtverwaltung, insbesondere Bausachbearbeiter Friedrich Siemandel, dem Stadtrat und allen voran Erstem Bürgermeister Werner Bäuerlein, der immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Teilnehmergemeinschaft gehabt habe, sowie dem Vorstand der Teilnehmergemeinschaft. Ihnen allen sagte er "Danke" für die hervorragende Zusammenarbeit, auch im Namen seiner Vorgänger Herbert Gastl und Günther Heindl,
Ein besonderer Dank ging an Wegbaumeister Franz Hofmann, Pflanzmeister Werner Nißlein sowie dem örtlich Beauftragten Adolf Schmidt.
Bei seinem Rückblick merkte Heindl an, dass die Flurbereinigung in Abenberg immer kritisch gesehen wurde. Zweimal sei sie zuvor schon abgelehnt worden. Sehr skeptisch sei ursprünglich sogar das örtlich beauftragte Vorstandsmitglied Adolf Schmidt dem Verfahren gegenüber gestanden. doch nach vielen Gesprächen und Diskussionen habe auch Schmidt sich für diesen Schritt erwärmen können, sodass mit einer Unterschriftenaktion für ein Verfahren der Ländlichen Entwicklung ein Zeichen gesetzt wurde.
Nun setzte sich Heindl mit dem Unterschied der Begriffe Flurbereinigung aus den 70er und 80er Jahren und der Flurneuordnung auseinander. Grundsätzlich sei das Ziel eines großzügigen, leistungsfähigen Wege- und Gewässernetzes immer noch das gleiche. Aber heute werde auf bestehende Landschaftsstrukturen, Biotope aufgepasst, diese in die Planungen integriert, weitervernetzt und geschützt.
Sorgsam habe man in Abenberg bei der Planung und dem Ausbau des Wege- und Gewässernetzes die Natur im Blick behalten. Obwohl 10,1 Kilometer neue Wege ausgebaut wurden, seien diese sehr naturverträglich, weil sie entweder geschottert oder als Pflasterspurwege mit freiem Mittelstreifen angelegt wurden.
Auch die Erhaltung der Kulturlandschaft habe der Vorstand im Auge behalten. Als typisches Beispiel erwähnte des Vorstandsvorsitzende die Verlegung der über 600 Jahre alten weißen Säule.
Kurz vor Ende seiner Ausführungen nannte Heindl die Bodenordnung als den seiner Meinung nach mit wichtigsten Baustein einer Flurneuordnung, beginnend mit der Werteermittlung der alten Grundstücke, weiter mit der Abmarkung und Vermessung des neuen Wege- und Gewässernetzes mit seinen Gewannen bis hin zur Neuverteilung der Grundstücke.


Geschenkkorb für Heindl

Adolf Schmidt, der örtlich Beauftragte, ging kurz ein auf die Landschaftsveränderungen in den letzten zwölf Jahren, sprach Dankesworte für Blumenschmuck und Musik, die DJK-Blasmusik unter der Leitung von Reinhard Biburger umrahmte die Veranstaltung. Ein besonderer Dank und ein Geschenkkorb, den er zusammen mit seiner Stellvertreterin Inge Bayer überreichte, ging an den Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft, Werner Heindl, für die stets gute Zusammenarbeit.


Passt nicht zusammen: Erfolgreiche Umsetzung von Entwicklungszielen bei gleichzeitiger Kürzung der Fördergelder und Personalreduzierung

Landrat Herbert Eckstein war es wichtig, trotz einer Großveranstaltung im Landkreis Roth nach Abenberg zu kommen, um zwei Dinge los zu werden. Zum einen zollte er der Stadt und allen, die in den Dörfern draußen mitgemacht haben, größten Respekt, als einzige Gemeinde in Mittelfranken in fünfzehn Jahren gleichzeitig acht Verfahren von Flurneuordnung und Dorferneuerung durchzuziehen. Es gäbe viele Beispiele, die diesen Mut nicht aufbrachten.
Den Menschen in den Dörfern habe die notwendige Zusammenarbeit gut getan. Diesen Eindruck jedenfalls habe er gewonnen. "Und was tun die da oben?" Während auf unterer Ebene die Kommunalpolitiker für die gelungene Umsetzung eines Erfolgsmodels gelobt werden, würden "die da oben" (gemeint waren die Entscheidungsträger auf oberster Ebene) die Gelder kürzen und das Personal reduzieren. Trotzdem oder gerade deswegen lobte der Landrat den stellvertretenden Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung, Wolfgang Zilker, und sein Personal für die gute Zusammenarbeit, auch wenn es nicht immer für jede Entscheidung Übereinstimmung gäbe, geben könne.


Baudirektor Zilker, ALE: Demütig sein und bodenständig bleiben

"Eine gute Zukunft für ländliche Gebiete ist Grundvoraussetzung für eine positive gesellschaftliche Entwicklung". Baudirektor Zilker griff bei seinem Grußwort zurück auf ein Zitat aus einer europäischen Konferenz zum ländlichen Raum, die vor ein paar Jahren in Irland stattgefunden habe. Daraus habe sich als Zielvorgabe die Schaffung gleichwertiger Lebensbedingungen in Stadt und Land entwickelt. Er selbst denke, dass die ländliche Entwicklung ein kleiner Baustein sei, den man nutzen könne, dem Ziel näher zu kommen. Die Abenberger hätten diesen Baustein aufgegriffen und genutzt. "Sie haben das gut gemacht, dass sie "ja" gesagt haben. Das sei ein Grund zum Feiern. Dass dies zum Abschluss sogar mit einem Gedenkstein getan wird, dazu gratulierte er und erinnerte an die Worte der beiden Vertreter der Kirche, die Demut und Bodenständigkeit nach der gelungenen Flurneuordnung einforderten. Zilker beendete seine Rede mit den Worten: "Sie haben einen guten Schritt in die richtige Richtung getan. Verfolgen sie diesen Weg weiter."
 

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